Di
15
Nov
2011
EIN BESUCH IN DER "WAM - DIE MEDIENAKADEMIE" IN DORTMUND
Nachwuchsmoderatoren/innen mit fundiertem Studium Journalismus/Moderation
Schon lange hatte ich mit meiner ehemaligen Kollegin Natascha Zuraw (ehem. Moderatorin RTL Shop & RTL) über diesen Besuch gesprochen und philosophiert. -Nun war es endlich soweit und ich hatte die Möglichkeit die Arbeit der zukünftigen Moderatorinnen und Moderatoren ein wenig zu beobachten.
"WAM - Die Medienakademie" so heißt die private, jedoch staatlich anerkannte Akademie in Dortmund, in welcher alles rund um Design, Marketing, Film und Kultur studiert wird.
Der Fachbereich "Journalismus/Moderation" wird inzwischen von Natascha als Fachbereichsleiterin geführt und es ist mehr als nur interessant zu erleben, wie die jungen Nachwuchsmoderatorinnen und Nachwuchsmoderatoren an dieses sehr weit gestreute Fach heran geführt werden. Das sehr komplexe Berufsbild des Moderators ist geradezu eine herausforderung für jeden Dozenten dieses Fachs.
Zwei mal 90 Minuten durfte ich im "Unterricht" dabei sein und konnte aus meinem doch inzwischen gewachsenen Erfahrungen berichten. Das Interesse der anwesenden Studenten ging in viele verschiedene Richtungen, vor allem war es die Frage nach Auftragsmöglichkeiten, wie macht man sich bekannt und welche Netzwerke von Bedeutung sind.
Hier haben wir die Agenturmöglichkeiten, eigene praktische Aktivitäten und -unabdingbar- das Social Network thematisiert. -In der Tat ist es heutzutage wirklich so, dass ohne Facebook, Twitter & Co nichts mehr geht.
Wenn ich diesen Tag nun Revue passieren lasse bemerke ich für mich selbst ein sehr interessantes und prägendes Bild, welches ich mir für meine Arbeit als "gereifter" Moderator mitnehmen konnte und durfte. Vor allem aber sitzt hier ein hervorragendes Potential an jungen und guten Moderatorinnen und Moderatoren, die Deutschland in seiner medialen Welt dringend braucht. Ein Blick in die TV-Landschaft reicht schon aus um zu erkennen, dass hier sehr dringend etwas passieren muss.
Es macht dem Zuschauer und Zuhörer keinen Spaß mehr immer nur die gleichen Gesichter zu sehen und die gleichen Späße zu hören, da es für die Vielzahl an unterschiedlichen TV-Formaten offensichtlich keinen wirklichen Moderatorennachwuchs zu geben scheint. Jeder Sender hat, wenn überhaupt, gerade mal 2 oder 3 Gesichter die sämtliche Formate bekleiden. Das dies für den Zuschauer und Zuhörer irgendwann zum Leid wird, ist gut nachvollziehbar.
Allein die aktuellen Probleme rund um die Nachfolge von Thomas Gottschalk (ZDF) zeigen das sehr deutlich und eindrucksvoll.
Schön, das es Einrichtungen wie die "WAM - Die Medienakademie" in Deutschland gibt!
